Arten der Stromgewinnung

Strom kann von unterschiedlichen Quellen erzeugt werden. In den unterschiedlichen Kraftwerken werden verschiedene Energieformen in elektrische Energie bzw. Strom umgewandelt. In Deutschland wird Strom vorwiegend in Braun- und Steinkohlekraftwerken, in Atomkraftwerken bzw. durch Erdgas oder erneuerbare Energien gewonnen.

Stromerzeugung über Kohlekraftwerke

In Kohlekraftwerken dienen Braun- und Steinkohle als Brennstoff. In Deutschland ist es üblich, dass Braunkohle für die Produktion von Strom für die Grundlast und Steinkohle hauptsächlich für die Produktion von Strom für die Mittellast erzeugt wird. Unter Grundlast versteht man jene Menge an Strom, die in einem bestimmten Versorgungsgebiet ständig benötigt wird. Als Mittellast bezeichnet man jene Menge an Energie, die über die Grundlast hinaus geht. Egal, ob es sich um ein Braun- oder Steinkohlekraftwerk handelt, das Prinzip der Energiegewinnung ist in beiden Fällen gleich. Im ersten Schritt wird die Kohle gemahlen und getrocknet und anschließend in einem Brennerraum verbrannt. Die dadurch entstehende Hitze bringt das Wasser im Wasserrohrkessel zum Kochen und Wasserdampf entsteht. Dieser Wasserdampf gelangt über Leitungen zu einer Dampfturbine, die durch den Wasserdampf angetrieben wird und im Generator Strom umwandelt.

Stromerzeugung über Gasturbinenkraftwerk

Das Prinzip eines Gaskraftwerkes ähnelt dem von Kohlekraftwerken. Die Stromerzeugung erfolgt entweder mittels Erdgas oder Biogas. Bei der Stromerzeugung wird eine Gasturbine mit einer Dampfturbine gekoppelt, um so einen höheren Wirkungsgrad zu erzielen. Der Wirkungsgrad der Gasturbine beträgt etwa 30 %. Ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk führt zu einem Wirkungsgrad von bis zu ca. 60 %. Da diese Art von Gaskraftwerke sehr kure Startzeiten haben, wird der erzeugte Strom oft zur Deckung des Strombedarfs im Mittel- und Spitzenlastbereich herangezogen.

Erneuerbare Energiequellen zur Stromerzeugung

Zu den erneuerbaren Energiequellen zur Stromerzeugung zählen u.a. die Wasserkraft und Windenergie. Bei Wasserkraftwerken wird das Wasser auf einem hohen Niveau in einem Stauraum gestaut. Das abfließende Wasser erzeugt dann eine Bewegungsenergie, die entweder auf eine Wasserturbine oder auf ein Wasserrad übertragen wird, welches einen elektrischen Generator betreibt. Dieser Generator wandelt mechanische Energie in elektrische Energie um. Windkraftwerke sind die ideale Ergänzung zu Wasserkraftwerken. Die Rotoren werden vom Wind in Bewegung gesetzt, die an einen Generator gekoppelt sind, der wiederum Strom erzeugt.

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